Übersicht

PRESSEAUSSENDUNG


„Krise“ als Thema für Projektförderung


Die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) stellt ihre jährliche Ausschreibung zur Förderung der Projekte politischer Erwachsenenbildung für 2021 unter den Schwerpunkt „Krise – Katastrophe oder Chance auf Neubeginn?“


Von der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 über die Flüchtlingskrise 2015 bis hin zur Klimakrise, die spätestens durch Demonstrationen von „Fridays for Future“ in weiten Teilen der Gesellschaft wahrgenommen wurde: Es scheint so, als würde eine globale Krise die nächste jagen. Und nun sind wir gefangen in der Corona-Krise.

Krisen sind zwar Diagnosen, sie haben aber immer auch die Funktion einer Vorhersage, und zwar im negativen wie positiven Sinne. Denn jede Krise markiert einen Wendepunkt, woraus eine Katastrophe ebenso hervorgehen kann wie ein Neubeginn.

Die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB), Fachorganisation für politische Bildung im Bereich der Erwachsenenbildung, hat ihre jährliche Ausschreibung zur Förderung von Bildungsprojekten folgerichtig unter diesen Themenschwerpunkt gestellt: „Krise – Katastrophe oder Chance auf Neubeginn?“. Die Organisation, die 1977 vom damaligen Unterrichtsminister als erste (und bisher einzige) staatlich initiierte Facheinrichtung zur politischen Bildung gegründet worden war, fördert seit Anfang der 1990er Jahre Projekte im Rahmen einer jährlichen Ausschreibung. Vorgegebene Themenschwerpunkte sollen dabei Fachdebatten und aktuelle gesellschaftspolitische Brennpunkte sichtbar machen und somit die einreichenden Organisationen bei ihrer Themensuche unterstützen. Zu diesem Zweck wurden im Rahmen der Ausschreibung bisher mehrere Jahresschwerpunkte festgelegt. 2021 wird – eben mit „Krise“ – zum ersten Mal ein einziges, dafür weiter gefasstes Thema jene ersetzen.

„Wir wollten es den einreichenden Organisationen leichter machen, ihre eigenen Arbeitsfelder und Projektvorhaben in der Ausschreibung wiederzufinden“, sagt Gerhard Bisovsky, Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen und Vorstandsvorsitzender der ÖGPB. „Darum haben wir beschlossen, ein Thema mit verschiedenen Aspekten als Rahmen zu bieten, an denen mehr Einrichtungen inhaltlich andocken können.“ ÖGPB-Geschäftsführerin Rahel Baumgartner betont die Relevanz einer solchen thematischen und didaktischen Vielfalt: „Wir versuchen, die Pluralität in der breiten Landschaft der Erwachsenenbildung in unserer Projektförderung und unseren Bildungsangeboten abzubilden.“ Bei der Projektförderung werden etwa 50 Prozent der gesamten Fördermittel an Projektvorhaben vergeben, die sich mit dem thematischen Schwerpunkt auseinandersetzen. Neu gesetzt mit 2021 ist auch der Zeitraum für die Einreichung: vom 15. Jänner bis 15. März.

In der Beschreibung des Jahresschwerpunktes heißt es: „Wie Krisen (mitsamt ihren Ursachen) erkannt und (mitsamt ihren Auswirkungen) bewältigt werden können sowie wer für deren Kosten und gesellschaftliche Folgen aufkommen soll, sind höchst politische, umstrittene Fragen. Es ist außerdem eine bekannte Tatsache, dass die Auswirkungen einer Krise auf verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlich ausfallen.“

Auf die Projekte, die zu dem Thema eingereicht und bewilligt werden, kann die gesamte Öffentlichkeit also gespannt sein – denn eine wichtige Auflage der Förderung lautet, dass die Projekte allesamt an die Öffentlichkeit gerichtet sein müssen.

Neben der Projektförderung bietet die ÖGPB auch ein bundesweit abgehaltenes Weiterbildungsprogramm, bestehend aus eigenen Workshops, Trainings und Vorträgen.

Detailinformationen zu diesen sowie zur Projektförderung 2021 sind auf der Webseite der Organisation zu finden: www.politischebildung.at

Für Rückfragen:

Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung

Mag.a Rahel Baumgartner (Geschäftsführung)

T 0677 63733913

baumgartner@politischebildung.at